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Serie Black Hat SEO – Folge 4: Eigenklicks & Klickfaker

Seit Beginn des Internets bemühen sich die Suchmaschinen darum, ihren Besuchern möglichst optimale Suchergebnisse zu präsentieren. Die relevantesten Webseiten zu einem bestimmten Thema sollen also immer ganz oben gelistet werden, die weniger relevanten Seiten dann in absteigender Reihenfolge danach.

Für den Suchmaschinenoptimierer ergibt sich daraus die Aufgabe, seine Webseite der Suchmaschine als möglichst relevant zu bestimmten Schlüsselwörtern schmackhaft zu machen. Wie man es schafft, eine Internetseite auf bestimmte Schlüsselwörter abzustimmen, können Sie in fast allen Grundlagenwerken zur Suchmaschinenoptimierung detailliert nachlesen. So spielt beispielsweise der Textinhalt der Internetseite eine große Rolle, dazu selbstverständlich auch die Überschriften, die Meta Tags und vieles mehr.

Da diese Faktoren jedoch relativ einfach vom Webmaster beziehungsweise Suchmaschinenoptimierer beeinflusst werden können, setzten die Suchmaschinen in der Vergangenheit auf weitere, weniger beeinflussbare Faktoren zum Feststellen der Relevanz einer Webseite zu bestimmten Themen. Man versetzte sich in den Kopf des Benutzers und überlegte, wie man sich dessen Verhalten zu Nutze machen könnte. Heraus kam eine relativ einfache Strategie: Man müsste einfach das Klickverhalten des Nutzers dokumentieren und daraus die richtigen Schlüsse ziehen, um festzustellen, welche Internetseiten für ihn am relevantesten zu einem bestimmten Thema sind.

Eine solche Vorgehensweise ist relativ einfach umzusetzen. Das Klickverhalten des Benutzers wird aufgezeichnet, indem die Suchmaschine erkennt, welche(s) Schlüsselwort(e) er in die Suchmaske eingibt und auf welche Internetseiten er anschließend in den Suchergebnissen klickt. Die Suchergebnisse müssen anschließend nur noch auf diese neuen Erkenntnisse abgestimmt werden.

Doch wie es immer so ist, versuchten auch die Suchmaschinenoptimierer diese neue Strategie der Suchmaschinen für ihre Zwecke zu nutzen. Die richtige Vorgehensweise war dabei relativ schnell gefunden: Man müsste der Suchmaschine lediglich suggerieren, dass viele Nutzer nach Eingabe des betreffenden Keywords in den Suchergebnissen auf die eigene Seite klicken. Und da dies per Hand nur relativ zeitaufwändig und umständlich realisiert werden kann, entwickelte man in kurzer Zeit spezielle Softwareprogramme, welche automatisch die für die eigenen Seiten relevanten Keywords in die Suchmaske eingeben und anschließend in den Suchergebnissen auf die eigene Seite klicken. Man spricht dabei auch von so genannten Klickfakern.

Noch heute werden solche Programme – insbesondere im Ausland – häufig genutzt. Fakt ist jedoch, dass auch die Suchmaschinen ihre Technik zwischenzeitlich weiterentwickelt haben und es daher durch den Einsatz von Klickfakern durchaus zu Problemen kommen kann. Erkennt die Suchmaschine beispielsweise anhand der IP-Adresse, dass alle Klicks auf eine bestimmte Seite von ein- und demselben Computer kommen, wird sie schnell darauf kommen, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Für den Webmaster bzw. Suchmaschinenoptimierer bedeutet das in der Regel: Die Seite wird abgestraft oder ganz aus dem Index verbannt.

Sie sollten also vorsichtig mit dem Einsatz von Klickfakern für die eigenen Webseiten sein. Zwar gibt es inzwischen auch weiterentwickelte Versionen, die der Suchmaschine verschiedener IP-Adressen vortäuschen, jedoch ist auch der Einsatz dieser Programme nicht gefahrlos. Aber was ist im Bereich Black Hat SEO schon gefahrlos?

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Über Sebastian Lörz

Sebastian Lörz
Hallo! Ich bin Sebastian und bei der arboro GmbH für alle Konzepte rund um die effektive Suchmaschinenoptimierung zuständig. Nach meiner Ausbildung zum Fachinformatiker orientierte ich mich schnell und mit großer Begeisterung in Richtung SEO. Als Leiter der Online Marketing Abteilung bin ich fast täglich an der Entwicklung neuer wirkungsvoller Strategien zur Verbesserung von Ranking-Ergebnissen beteiligt und sehe jedes neue Projekt als reizvolle Aufgabe.

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