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Serie „Black Hat SEO“ – Folge 5: Foren- und Gästebuchspam

In unserer Serie über die Techniken des Black Hat SEO beschäftigen wir uns heute mit einer Strategie, die fast schon so alt wie das gesamte Internet ist, aber immer noch von unzähligen Webmastern in Deutschland und im Ausland angewendet wird. Die Rede ist vom so genannten Foren- und/oder Gästebuchspam.

Die Strategie dahinter ist sehr einfach zu verstehen: Im Internet gibt es Millionen von Foren und Gästebüchern, die es dem Benutzer erlauben, neben seinen Posts und Kommentaren auch Links zu eigenen oder fremden Webseiten zu setzen. Diese Möglichkeit wurde schon in den Anfangszeiten des Internets von findigen Webmastern dazu ausgenutzt, Links zu den eigenen Webseiten zu generieren und damit besser in den Suchergebnissen gelistet zu werden.

Die einzige Tätigkeit besteht also darin, sich in möglichst vielen Foren und Gästebüchern anzumelden, dort (meist sinnlose) Kommentare zu hinterlassen und gleichzeitig einen oder mehrere Links zu den eigenen Webseiten zu setzen. Von Hand wäre ein solches Unterfangen allerdings relativ zeitaufwändig, obwohl immer noch viele Webmaster derart vorgehen. Allerdings gibt es mittlerweile – insbesondere aus den USA – spezielle Softwareprogramme, die automatisch für den Besitzer massenweise Accounts bei Foren eröffnen beziehungsweise automatisiert Einträge in Gästebücher vornehmen. Solche Softwareprogramme können durchaus einige tausend Dollar kosten, werden aber trotzdem von unzähligen Webmastern genutzt.

Allerdings haben die Betreiber von Foren und Gästebüchern inzwischen auch schon mitbekommen, dass Webmaster und Suchmaschinenoptimierer versuchen, aus ihren Angeboten Kapital in Form von besseren Suchmaschinenpositionen zu schlagen. Folge davon ist, dass inzwischen sehr viele Gästebücher mit dem „nofollow„-Attribut versehen sind, die Links aus diesen also keinerlei Wirkung mehr auf das Ranking der verlinkten Seite haben.

Ebenso sieht es bei der Link-Funktion in vielen Foren aus. Auch diese Links werden inzwischen massenweise auf „nofollow“ gesetzt und sind daher für Webmaster wertlos. Allerdings werden auch die Softwareprogramme ständig weiterentwickelt, so dass es inzwischen einige davon gibt, die automatisch erkennen, ob die Links im betreffenden Forum oder Gästebuch das „nofollow“-Attribut aufweisen oder nicht, und die Einträge ausschließlich dort vornehmen, wo kein solches Attribut vorhanden ist.

Ob Sie eine solche Software kaufen und verwenden sollten, überlassen wir ganz Ihnen. Gute und dauerhafte Links sind nach unserer Meinung allerdings damit nicht mehr zu erzielen. Für die Zukunft könnte es sogar sein, dass diese Möglichkeit des Linkbuildings ganz wegfällt, da die Sicherheitsmechanismen für Einträge in Foren und Gästebüchern immer weiter erhöht werden. Unter Umständen könnte sich also die Ausgabe von mehreren tausend Dollar für eine solche Software nicht in der entsprechenden Zeit amortisieren.

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Über Sebastian Lörz

Sebastian Lörz
Hallo! Ich bin Sebastian und bei der arboro GmbH für alle Konzepte rund um die effektive Suchmaschinenoptimierung zuständig. Nach meiner Ausbildung zum Fachinformatiker orientierte ich mich schnell und mit großer Begeisterung in Richtung SEO. Als Leiter der Online Marketing Abteilung bin ich fast täglich an der Entwicklung neuer wirkungsvoller Strategien zur Verbesserung von Ranking-Ergebnissen beteiligt und sehe jedes neue Projekt als reizvolle Aufgabe.

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