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Serie „Black Hat SEO“ – Teil 2: Linkbuilding-Techniken

Im ersten Teil unserer Serie über Black Hat SEO haben wir uns ausführlich mit Doorway Pages beschäftigt. Doch nicht nur auf der Webseite selbst, sondern auch außerhalb (OffPage) lassen sich die Techniken des Black Hat SEO einsetzen.

Einen großen Stellenwert nimmt dabei das Linkbuilding ein. Und da es zunehmend schwieriger wird, brauchbare Links zu organisieren, greifen viele Webmaster zu Black Hat Methoden, in der Hoffnung, damit schneller und einfacher an eine große Zahl von Links zu kommen.

Sicherlich funktionieren viele der entsprechenden Methoden nur für eine begrenzte Zeit. Dennoch reizt es viele Seitenbetreiber, einmal solche Techniken auszuprobieren. Werfen wir doch einmal einen Blick darauf, womit „Black Hatter“ in der Vergangenheit und aktuell ihre Links generieren:

Kommentar- und Foren-Spam

Seit einigen Jahren ist es insbesondere in den USA en vogue, reine Spamkommentare in großer Anzahl in Foren und Weblogs zu hinterlassen. Solche Kommentare werden dort allerdings nicht mehr von Hand verfasst, sondern automatisiert mittels spezieller Softwareprogramme erstellt. Meist handelt es sich dabei nicht um reale und lesbare Texte, sondern um automatisch generierten Nonsens, der einzig und allein dazu dient, mehrere Links einzubauen. Anschließend werden die Kommentare – natürlich wieder automatisch – an hunderte oder gar tausende Foren und Blogs versendet.

Macht ein solches Unterfangen wirklich Sinn? Nun, viele werden jetzt einwenden, dass solche Links in der Regel von Bloggern und Forenbetreibern sofort gelöscht werden. Im Grunde stimmt das. Allerdings existieren im Netz hunderttausende von alten, nicht mehr gepflegten Foren und Blogs, bei denen durchaus die Chance besteht, dass solche Spamlinks dauerhaft bestehen bleiben.

Gästebuchspam

Ein etwas älteres Pendant zum Kommentar- und Foren-Spam ist der so genannte Gästebuchspam. Dabei hinterlässt man ebenso unsinnige Kommentare in Gästebüchern von Webseiten. Auch dafür wurden in der Vergangenheit einige spezielle Softwareprogramme entwickelt, die allerdings heute meist daran scheitern, dass Kommentare in Gästebüchern nur noch nach Eingabe eines Captcha-Codes freigeschaltet werden. Daher ist diese Methode heute kaum noch effektiv.

Nutzerprofilseiten

Viel aktueller und von Black Hat SEO´s gerne genutzt, ist das Entern von Nutzerprofilseiten. Insbesondere im Social Media bzw. Web 2.0 Bereich wimmelt es nur so von Seiten, bei denen der Nutzer selbst ein Profil anlegen und dort auch einen Link hinterlassen kann. Allerdings sollte man dabei beachten, dass immer mehr Portalbetreiber die Links in Nutzerprofilen auf „nofollow“ setzen. Eine genaue Vorrecherche ist also notwendig.

Statistik-Spam

Einige Webseiten machen ihre Besucherstatistiken öffentlich zugänglich, was findige Webmaster bzw. Black Hat SEO´s für ihre Zwecke auszunutzen wissen. Und das geht wie folgt: Zunächst sucht man sich passende Webseiten über eine normale Suchmaschine heraus. Nun benötigt der Webmaster eine spezielle Software, welche die ausgewählten Webseiten anschließend ein paar tausend Mal aufruft, mit der zu optimierenden Seite als Referer. Dadurch erkennt das Statistik-Programm die Seite und legt automatisch einen Link zu ihr in der öffentlich verfügbaren Statistik an. Ein Methode, die sich besonders für Fortgeschrittene SEO´s eignet.

VORSICHT: Negative Keywords

In einem der letzten Blogbeiträge haben wir einen ausführlichen Blick auf die Recherche von passenden Keywords für die eigene Webseite geworfen.
Wussten Sie allerdings, dass es auch Keywords gibt, die Ihnen ganz deutliche Nachteile im Ranking der Suchmaschinen bringen können. Keywords, welche dafür sorgen können, dass Ihre Webseite überhaupt nicht mehr in den größten und wichtigsten Suchmaschinen zu finden ist.

So krass kann es kommen, wenn man die eigene Webseite (oder zumindest eine Unterseite davon) auf so genannte „negative Keywords“ optimiert – bewusst oder unbewusst.

In der Regel verfügt jede etablierte Suchmaschine über eine Blacklist mit Schlüsselwörtern, die sie nicht in ihrem Index haben möchte und die daher automatisch oder manuell ausgefiltert werden. Damit sorgen die Suchmaschinenbetreiber dafür, dass anstößige und/oder rechtlich bedenkliche Inhalte erst gar nicht in den Index gelangen und dadurch keine Probleme machen können.

Um welche Keywords handelt es sich dabei?

Grundsätzlich sind alle Schlüsselwörter bedenklich, welche die Annahme nahe legen, dass hierbei gegen geltendes Recht verstoßen werden könnte bzw. dazu aufgerufen wird. Das könnten zum Beispiel Keys wie „Waffen“, „Alkohol“, „Drogen“, „Glücksspiele“, „Tabak“ und ähnliches sein.

Deutlich grenzwertig ist auch der gesamte Erotikbereich. Zwar sind erotische Inhalte nicht zwangsläufig illegal, dennoch verhängen hierbei zahlreiche Suchmaschinen strenge Restriktionen und listen Webseiten aus diesem Bereich nur unter besonderen Bedingungen. Keywords wie „Porno“ sollten also auf konventionellen Webseiten nach Möglichkeit vermieden werden.

Und was kann der Webmaster tun, wenn seine Seite bereits aufgrund solcher Keys aus dem Index entfernt wurde?

In einem solchen Fall sollten Sie die beanstandete Unterseite unverzüglich entfernen bzw. die gesamte Webseite umgestalten, so dass sie wieder den Regularien der Suchmaschinen entspricht. Anschließend empfiehlt es sich, über den Support der Suchmaschine eine Wiederaufnahme der Seite zu beantragen. In der Regel wird die Seite dann manuell überprüft und nach einiger Zeit wieder in den Index aufgenommen.

Bilder:
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Über Sebastian Lörz

Sebastian Lörz
Hallo! Ich bin Sebastian und bei der arboro GmbH für alle Konzepte rund um die effektive Suchmaschinenoptimierung zuständig. Nach meiner Ausbildung zum Fachinformatiker orientierte ich mich schnell und mit großer Begeisterung in Richtung SEO. Als Leiter der Online Marketing Abteilung bin ich fast täglich an der Entwicklung neuer wirkungsvoller Strategien zur Verbesserung von Ranking-Ergebnissen beteiligt und sehe jedes neue Projekt als reizvolle Aufgabe.

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