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TikTok & Clubhouse – Trends im Social Media Marketing

Immer mehr Unternehmen entdecken TikTok für sich – was anfangs eine für Tanzvideos bekannte Plattform unter Jugendlichen war, hat mittlerweile auch die „ältere“ Zielgruppe erreicht. Die App ist derzeit mit über 2 Milliarden App-Downloads die am schnellsten wachsende Social-Media-Plattform der Welt.

Auch namhafte Unternehmen haben die Plattform für sich entdeckt – justspices, Zalando, Lidl und Co. laden regelmäßig Videos hoch, erzielen viele Aufrufe und gewinnen Markenliebhaber!

Und eine weitere Plattform ist derzeit im Gespräch: Clubhouse ist eine neue Social Media Plattform. Besonders die Exklusivität der Plattform lockt: Nur mit der Einladung eines Mitglieds kann man sich auf der Seite direkt anmelden, ohne Einladung dauert die Anmeldung ein paar Tage. In der App kann man sich live Podcast-ähnliche Inhalte zu vorher festgelegten Themen anhören.

Wir verraten ihnen, wie genau diese beiden, populären Plattformen funktionieren und wie Sie diese Social Media Trends für Ihren Onlineshop nutzen können.

Wie funktionieren TikTok und Clubhouse?

TikTok ist eine Plattform, auf der jeder Nutzer bis zu 60 Sekunden lange Videos hochladen kann. Diese Videos werden anderen Nutzern dann auf der „Für dich“-Seite vorgeschlagen und können geliked, kommentiert und geteilt werden. Außerdem können Sie andere Nutzer abonnieren, dann werden Ihnen Inhalte dieses Nutzers auf der „Folge ich“-Seite vorgeschlagen.

Was TikTok besonderes Suchtpotenzial verleiht ist die Tatsache, dass Sie nicht aktiv nach Inhalten suchen müssen, sondern Ihnen immer wieder neue und auf Ihre Interessen abgestimmte Videos gezeigt werden.

Clubhouse hingegen ist eine Podcast-ähnliche Social Media App. Zutritt dazu erhält man wie erwähnt am schnellsten mit der Einladung. Mitglieder können dann an Gesprächen in verschiedenen „Räumen“ teilnehmen. Diese finden live und über vorher festgelegte Themen statt. Die Gespräche werden von Moderatoren geplant und durchgeführt. An den Gesprächen kann man sich aktiv beteiligen oder nur zuhören, wie bei einem Live-Podcast.

Für wen lohnen sich TikTok und Clubhouse?

TikTok eignet sich für Unternehmen besonders, um die jüngere Zielgruppe abzuholen. Gehören Menschen unter 30 Jahren also zu Ihrer Zielgruppe, sollten Sie über die Nutzung der App nachdenken. Vorteil ist hierbei, dass Sie keine hohe Anzahl an Followern benötigen, um viele Aufrufe auf ein Video zu erhalten. Auch Nutzer mit geringer Reichweite können mit einem guten Video eine hohe Anzahl an Views bekommen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Videoproduktion nicht sehr aufwendig ist. Auch kleine Unternehmen ohne Social Media Profi können ohne großen Aufwand ein kurzes Video aufnehmen und hochladen. Die Videoqualität muss nicht hochwertig sein, ein Smartphone reicht als Ausstattung. Daher müssen sie für die Videoproduktion kein hohes Budget einplanen.

Für Clubhouse gibt es noch keine Statistiken zum Alter der Nutzer, da die App relativ neu ist. Eine hohe Reichweite aufzubauen, gestaltet sich hier deutlich schwieriger als bei TikTok, da Nutzer nach Inhalten suchen müssen und nur wenige Vorschläge erhalten. Dafür erreichen Sie gezielt Nutzer, die hohes Interesse an ihrem Unternehmen oder ihrer Branche haben. Außerdem können Sie sich als Experte positionieren und eine Community aufbauen.

Bei Clubhouse setzen Sie bei Ihrer Reichweite also auf Qualität statt Quantität. Nachteil hierbei ist, dass nicht jeder Interessent Ihren Gesprächen zuhören kann, da Clubhouse ohne Einladung schwer zugänglich ist.

Content hochladen

Um passenden und interessanten Inhalt auf TikTok hochzuladen, sollten sie sich Inspiration auf Ihrer „Für dich“-Seite holen, nach trendigen Hashtags suchen oder sich von anderen Unternehmen inspirieren lassen. Achten Sie hierbei auf wiederkehrende Inhalte und Sounds, die andere Nutzer verwenden.

Nutzen Sie außerdem Hashtags wie auf Instagram, um ihr Video thematisch einzuordnen und es für Interessenten auffindbar zu machen.

Clubhouse eignet sich für Unternehmen gut, um eigene Veranstaltungen durchzuführen. Legen Sie zunächst in Ihrem Profil fest, in welchem Bereich Sie Experte sind und was Sie als Experten qualifiziert. Dann können Sie einen Termin und ein Thema Ihrer Veranstaltung festlegen. Dabei kann man sich als Unternehmen gut über Fachwissen Ihrer Branche also z.B. das E-Commerce austauschen.

Hier müssen Gespräche gut geplant und vorbereitet sein. Als erfahrener Online-Händler haben Sie natürlich schon viel Fachwissen, nur muss dieses vorher thematisch aufbereitet werden.

Werbung schalten

Einige große Unternehmen wie Tinder schalten bereits Werbung über TikTok. Dies ist bisher aber nur eingeschränkt möglich, denn Werbung über die Plattform zu schalten, ist in Deutschland nur bei einer Agenturbuchung möglich. Die Werbeschaltung lohnt sich aber. Denn dafür gibt es nur wenig Konkurrenz und eine hohe Interaktionsrate.

Am besten schalten Sie ein kurzes Video von maximal 15 Sekunden als Werbung. Dazu müssen Sie wie bei anderen sozialen Medien Ziele und die Interessen ihrer Zielgruppe auswählen.

Auch Influencer-Marketing ist ein präsentes Thema auf TikTok. Werbeanzeigen werden häufig mit bekannten deutschen TikTokern als Markenbotschafter geschaltet. Die richtigen Influencer können mit einer Einsicht in deren Statistiken ausgesucht werden. Eine neue Funktion erlaubt es Contentern, Produkte in ihren Videos zu verlinken.

Auf Clubhouse sind Werbeanzeigen bisher nicht möglich.

Fazit: Lohnen sich TikTok und Clubhouse für Ihren Online-Shop?

Videos auf TikTok hochzuladen, verlangt vergleichsweise wenig Aufwand und ist kostengünstig. Dies lohnt sich aber nur für Unternehmen mit einer jungen Zielgruppe unter 30 Jahren. Inhalte müssen dementsprechend kreativ und an Trends angepasst sein. Werbung zu schalten, ist hingegen nur schwer möglich, dafür können Sie aber auch mit organischen Posts eine hohe Reichweite erzielen.

Die Plattform bietet sich an, um sich als Experte zu positionieren und von anderen Unternehmen zu lernen. Werbung ist hier noch nicht möglich, daher müssen Sie mehr Zeit investieren, um viele Nutzer zu erreichen.

Ob sich die Plattformen also für Ihre Unternehmen eignen, hängt von Ihrer verfügbaren Zeit und einer guten Planung ab. Aufwendiges Equipment brauchen Sie aber für keine der beiden Plattformen, also: Probieren Sie es doch einfach aus!

Bildquellen:
Beitragsbild: © fizkes
Smartphone mit Kopfhörern: © taniasv
Frau spricht in Smartphone: © malyutinaanna
Frau filmt mit Smartphone: © rh2010

Über Lisa Tremblay

Hallo! Ich bin Lisa und arbeite als Social-Media-Managerin bei arboro. Während meines Studiums der Kommunikationswissenschaft und Anglistik / Amerikanistik habe ich zahlreiche Seminare zum Thema „kreatives Schreiben“ belegt. Bei einem großen deutschen Radiosender konnte ich zahlreiche Erfahrungen im Social-Media Bereich sammeln und bin auch hier für den firmeneigenen Auftritt in den sozialen Medien zuständig. Für arboro und unsere Kunden kümmere ich mich täglich um spannende Videos, Bilder und anderen Content. Dafür habe ich die Zielgruppe fest im Blick, stehe gerne selbst hinter der Kamera oder schreibe Texte für Posts.